ZIG  | 2011
Bauträgerwettbewerb Gerasdorfer Straße, 1220 Wien  | Gerasdorfer Straße, 1220 Wien


ZIG liegt am nördlichsten Rand von Wien, wo die Stadt bereits zu Ende ist, das anschließende Land gerade noch nicht beginnt. ZIG interpretiert die Wiener Siedlerbewegung: Leistbare, kompakte Häuser und Wohnungen bilden eine solidarische Nachbarschaft mit Selbstausbau, individuelle und gemeinschaftliche Bepflanzung, Selbstversorgung, kooperative Gartenpflege und Gemeinschaftsleben. Das Projekt verbindet den Wunsch nach dem eigenen Haus mit einer urbanen und sozialen Dichte. Das städtebauliche Konzept zielt auf eine Maximierung des Freiraums durch eine Komprimierung der Bebauung. 51 Häuser/Wohnungen verdichten sich auf zwei Bauteile, die am Grundstück diagonal versetzt angeordnet sind: ein „Teppich“ aus ineinander verschachtelten „Turmhäusern“ und ein Hofhaustyp. Situierung und Ausformulierung der Baukörper, Verschachtelung und Erschließung formen uneingesehene Terrassen und große Loggien bzw. Balkone als Privaträume. Diese können durch anmietbare Nutzgärten ergänzt werden. Als Kompensation zur dichten Bebauung wird neben privaten Freiräumen ein maximierter, kollektiver Freiraum angeboten. Die Teppichbebauung nimmt eine Abwicklung der Fassaden vor und schafft eine vertikal gegliederte Struktur von ein- bis dreigeschossigen, kubischen Baukörpern, durchbrochen durch drei interne „Dorfstraßen“. Der Hofhaustyp ist horizontal organisiert umschließt einen großen, gemeinschaftlichen Innenhof. Die einzelnen Bauteile werden durch eine streifenförmige Landschaft verwoben.



Projektdaten
Bauherr:  WBV-GPA
Planung:  Köb&Pollak Architektur
Freiraumplanung:  Idealice Landschaftsarchitektur
Bauphysik:  Dr. Pfeiler GmbH
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